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Splatterfilme
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In diesem ja ach so herrlichen Genre geht es im Allgemeinen um blutigste Matschszenen, in die eine zumeist nicht weiter wichtige Handlung eingebettet wurde. Häufig wird das Ganze dermaßen überzogen dargestellt, daß der Effekt auch bei zartbesaiteten Menschen eher ein fröhliches Kichern denn ein Schaudergefühl ist (es gibt natürlich auch einige Gegenbeispiele). Das macht diese Filme zu erstklassigen Partyfilmen. Durch die Tatsache, daß die Filme nur sehr selten in Deutschland verfügbar sind (wenn sie nicht beschlagnahmt wurden, kamen sie meistens gar nicht erst raus oder sind um die Matschszenen gekürzt), sollte man halbwegs ordentliche Englischkenntnisse mitbringen, wenn man die Handlung tatsächlich verstehen will...
Dieser Film ist wohl einer der abgedrehtesten
aller Zeiten. Es geht um eine Gruppe Außerirdischer, angeführt
von "Lord Crumb". Sie fallen in eine kleine Stadt an
Neuseelands Küste ein (Kaihoro), um die Menschen als "latest
taste sensation" im All zu verkaufen. Dabei haben sie
aber nicht mit der Spezialeinheit "The Boys" gerechnet.
Die vier (Derek, Frank, Ozzy und Barry) legen sich nämlich
freiwillig mit den "Astrobastards" an und
metzeln sich bis zum großen Finale (mit Kettensäge und
Raketenwerfer).
Selten zuvor konnte man wohl einen Film mit derartig viel Blut und Gemetzel sehen. Peter Jackson (er spielt auch Derek) hat sich wirklich selbst übertroffen. Nahezu im Minutentakt platzen Köpfe oder es rennt jemand mit Pistolen, Kettensägen, Messern, Knüppeln oder Raketenwerfern rum. Schon vor dem "Bad Taste"-Schriftzug wird der erste Kopf völlig weggeblasen... Zu diesem "Feuerwerk" gesellen sich noch eine Menge komödiantischer, teilweise slapstickmäßige Einlagen (z.B. uber-den-Zaun-Faller vorwärts und rückwärts, Ausrutscher in Schei*e...). Das mag blöd klingen, ist aber wirklich genial umgesetzt. Dabei fällt vor allem Derek auf, der zwischenzeitlich einen Teil seines Gehirns verliert und wohl einer der durchgeknalltesten Charaktere aller Filme ist ... Peter Jackson spielt ihn wirklich herrlich, er hat immer coole Sprüche drauf (Beispiel : Er bedroht Lord Crumb mit einer riesigen Kettensäge : "Suck my spinning steel, Shithead !!!"; "I am a Derek, and Dereks do not run !") und ist einfach nur geil.
Die
deutsche Fassung, die es offenbar mal gab (ich bekam eine Mail
mit dieser Information...), ist wohl völlig vergriffen und nicht
mehr auf dem Markt (ist angeblich besser so, da das ganze von
Leuten synchronisiert wurde, die selbst kaum deutsch können...).
Im Laufe dieses Jahres soll aber eine neu synchronisierte
Variante erscheinen (ich bin mal gespannt, wie sie die an der BPS
vorbeischummeln wollen). Bis dahin : Man kann "Bad Taste"
auch mit mäßigen Englischkenntnissen gut verstehen, so komplex
ist die Handlung nun nicht. Was allerdings etwas stört, ist der
australische Akzent der Darsteller (z.B."Dieeeeerek" =
"Derek", "It lit, sucka" = "Eat lead,
sucker"), was die wenigen Sätze doch etwas unverständlich
macht. Das stört aber nicht weiter, jedes dritte Wort ist
sowieso "Bastard" in allen Variationen ("f*cking
Bastards", "Astrobastards", "Kill the
Bastards","Die, Bastard"...). Sehr
bemerkenswert sind auch die aufwendigen Kostüme (die "extra
terrestrial low-lifers" haben ein blaues Hemd an...).
Der Soundtrack ist ebenfalls sehr gelungen (zum Titelscreen ertönt
Zirkusgedudel, gerade nachdem der Kopf geplatzt ist...).
Der Film bekam sogar einen Preis ("Gore Award" in Paris) und katapultierte Peter Jackson ("Braindead", "Meet the Feebles") 1987 mit dem ersten Film in die Topriege der Splatterregisseure. Ich glaube, der Penthouse faßte den Film am gelungensten zusammen : "Monty Python meets the Evil Dead". So avancierte dieses Gemetzel zum absoluten Kultfilm und das auch zurecht. Jeder, der sich für Splatter / Trash interessiert, muß "Bad Taste" gesehen haben (wenn er ihn auftreiben kann). Ich fand ihn übrigens in Holland in einem siffigen kleinen Laden verschämt versteckt zwischen Japan-Schrott und bösen Filmen mit nacketen Weibern auf dem Titel...( BF : 10 / 10 )

Die Anfangsszene...
Der zweite Film von Peter Jackson und ein sehr bemerkenswerter obendrein. Es gibt keine menschlichen Darsteller, alles wird von Puppen gespielt. Jackson hat hier Jim Henson's brave Muppets auf's Korn genommen. Man könnte meinen, das macht Feebles zum Kinderfilm, aber weit gefehlt : Der "Kermit"-Verschnitt drückt sich vor der Show noch schnell einen, im Hinterzimmer werden Pornos gedreht, der Boss hat Ärger mit der Mafia, eine Fliege dient als Klatschreporter und verbreitet über ihr "Büro" (sie sitzt im Klo und löffelt genüßlich Fäkalien) böse Gerüchte über den Star der Show, der daran fast zugrunde geht und schließlich quer über die Bühne reihert, "Miss Piggy" frißt eine ganze Konditorei leer und plättet anschließend das halbe Studio in einem matschigen Amoklauf und so weiter ...
Der Film ist streckenweise fast schon pervers und daher nicht gerade jedermann's Geschmack. Mit Fäkalien, Kotze und Blut wurde nicht gerade gespart. Peter Jackson weiß schließlich, was seine Fans erwarten. Spaßigerweise steht "Feebles" in meiner Stammvideothek Nr. 2 (Wetter) unter den Komödien direkt bei Mel Brooks und Monty Python. So könnte doch der eine oder andere das falsche Filmchen für den Sohnemann ausgesucht haben (hahaha). Naja, jedenfalls ist "Meet the Feebles" irgendwie auch ein Muß für Freunde des gepflegten Meuchelns und Matschens, auch wenn es nicht gerade der Film ist, den man sich jede Woche reintun kann... Sehr hoch anzurechnen ist es dem Film jedoch, daß man ihn auch in Deutschland uncut bekommen kann. ( BF : 10 / 10 )

Der dritte Splatter von Peter Jackson.
Die Story ist, wie üblich, trivial und eigentlich auch nicht
wichtig. Aber trotzdem : Es geht um Lionel, einen jungen Mann,
den seine Mutter nichts alleine unternehmen läßt. Eines Tages
lernt er Paquita kennen, die sich sehr für ihn interessiert. Sie
gehen zusammen in den Zoo und dort wird die Mutter, die ihm
selbstverständlich nachspionierte, von einer seltenen Affenart
von der bekannten Insel "Skull Island" gebissen. Dieser
Biß hat zur Folge, daß sie langsam, aber sicher stirbt und dann
untot zurückkehrt. Um die Tote in dem Zustand zu belassen,
besorgt Lionel geistesgegenwärtig einige Flaschen "Tranquillizer",
mit dem er die Gute etwas im Zaum halten kann. Irgendwann jedoch
entwischt die Untote und sorgt für die "Mutation"
einiger anderer Dorfbewohner...
Irgendwann hat dann Lionel's Onkel uneigennützig das Bedürfnis,
seinen Neffen zu besuchen, findet die "Leichen" im
Keller und läßt sich für sein Schweigen das Haus überschreiben.
Dort feiert er eine ausgelassene Party, auf der dann allerdings
ein paar ungebetene Gäste erscheinen, weil Lionel im Keller den
Tranquillizer vertauscht hat... Der Showdown kann beginnen !

Dem Film merkt man das gesteigerte Budget recht deutlich an ("Bad Taste" : 350.000 $ ; "Braindead" : 3.000.000 $). Die Masken sind exzellent gelungen, es gibt mal wieder eine Menge Gemetzel und am Schluß sogar ein lächerliches Riesenmonster. Ich weiß allerdings nicht, warum sie der alten deutschen Fassung den Untertitel "Der Zombie-Rasenmähermann" verpaßt haben, denn das Finale (Lionel räumt mit dem Rasenmäher auf) wurde komplett herausgeschnitten... Trotzdem ist auch diese deutsche Fassung (um über 5 Minuten gekürzt) noch sehenswert, da überraschend viel dringelassen wurde (einer wird der Kopf nach hinten weggeklappt, einem Zombie fällt das Ohr in die Suppe, die dann ein anderer komplett (mit Ohr) verspeist...). Auch dieser Film ist eher zum Lachen als zum Gruseln, da Peter Jackson mal wieder voll auf platte Komik (siehe "Ohr"-Szene) und coole Sprüche setzt (ein Priester beim Metzeln : "I kick arse for the Lord"). In Amiland hieß der Film übrigens ursprünglich "Dead Alive", wurde aber mittlerweile auch dort (zumindest größtenteils) in "Braindead" umbenannt. ( BF : 10 / 10 )
Tommy (Olaf Ittenbach) findet auf dem Dachboden seines Heimes eine alte, kettenbewehrte Kiste. In seiner Neugier muß er selbige natürlich sofort öffnen und findet darin einen schönen Spiegel und ein Buch. Den Spiegel hängt er sich selstverständlich sofort in sein Zimmer... Seine Freundin macht allerdings den dummen Fehler, zu lange in diesen hineinzublicken, was zur Folge hat, daß sie geistesabwesend vor ein Auto läuft. Sie kehrt jedoch zügig aus dem Reich der Toten zurück und versucht, Tommy zu sich zu holen. Dieser leidet fortan an äußerst splatterigen Alpträumen über Selbstverstümmelung mit Rasierklingen und ähnlichem...
Hier haben wir das Debut von Olaf Ittenbach vor uns. Auf preisgünstigem VHS-Tape mit ein paar Freunden gedreht weiß dieser Film doch durchaus zu gefallen. An Professionalität mangelt es wahrlich nicht, die Schauspieler sind gerade noch erträglich (für eine Homevideoproduktion, objektiv betrachtet würden sie natürlich sogar bei einer Soap durch's Casting fallen...). Der Mangel an Schauspielkunst wird aber recht locker durch die erstklassigen Effekte wettgemacht. Dieser Film ist wirklich die absolute Oberklasse der "lowest Budget"-Produktionen. Dieser Film, der streckenweise ein wenig an "Evil Dead" erinnert, ist auf jeden Fall absolutes Pflichtprogramm für den geneigten Splatterfan. Übrigens : Der Film kam mir besser synchronisiert vor als "The Burning Moon" und "Premutos", das kann allerdings an der eh nicht überragenden Tonqualität meiner Kopie liegen... ( BF : 9 / 10 )
Ein sehr feiner Film von Olaf Ittenbach
aus dem Jahr 1992. Wir haben es hier mit zwei Kurzgeschichten zu
tun, die ein netter Bruder seiner kleinen Schwester zum
Einschlafen erzählt... In der ersten geht es um einen
Psychopathen, der aus einer Irrenanstalt entkommt und dann mit
einer gewissen Julia ausgeht. Da diese sich allerdings nicht so
verhält, wie er es sich gewünscht hätte, metzelt er natürlich
ihre ganze Familie dahin, um ihr darauf einen Heiratsantrag zu
machen... In der zweiten Geschichte ("The Purity") geht
es um einen teufelanbetenden Priester (!), der diverse
Vergewaltigungen und bestialische Morde auf dem Konto hat. Das
Dorf, wo er wohnt, verdächtigt jedoch den Dorftrottel Justus,
diese Bluttaten begangen zu haben. Nach einer kurzen Beratung in
der Dorfkneipe meuchelt also einer der Bewohner den guten Justus
in einer mehrminütigen Mordsequenz dahin. Dieser Mörder und der
Priester, der sich vorher das Hirn rausgeschossen haben, landen
dann folgerichtig in der Hölle, wo sie unglaublichen Qualen
ausgesetzt sind...
So weit, so gut : Olaf Ittenbach hat hier wirklich sein
Bestes gegeben, damit dieser Film schnell aus dem Verkehr gezogen
wird. Die absolut hammerharten und für eine Homevideoproduktion
erstklassigen Splattereffekte (in "The Purity" auch
noch in Verbindung mit dem Thema "Kirche") waren
schnell Grund genug dafür, daß der Film bundesweit
beschlagnahmt wurde... Mittlerweile ist er angeblich (ich hab ihn
noch nicht finden können) in einer FSK-geprüften Version erhältlich.
In dieser FSK-18-Fassung fehlen dann genau jene 12 Minuten, wegen
denen der Film gedreht wurde...
Die Schauspieler sind, wie eigentlich meistens bei Produktionen
dieser Art, absolut unfähig, aber das stört nicht besonders,
denn die erstklassigen Effekte hauen hier wirklich eine Menge
raus. Man sieht dem Film nicht an, daß er nur 50000DM gekostet
hat... Allein die Tatsache, daß der Streifen nicht auf "richtigen"
Film gebannt wurde, sondern nur mit einer Handkamera abgedreht
wurde, zieht das Ganze etwas nach unten, gibt einem aber auch
gleichzeitig das Gefühl, daß dieser Film wirklich nur von einem
"einfachen" Splatterfan für die Splatterfans gedreht
wurde... Nur die Nachsynchronisation hätte man sich wirklich
sparen sollen, da die Sprecher wirklich unter aller Kanone sind.
Im ganzen Film sind etwa 2 Gefühlsregungen aus den Stimmen zu
erkennen. Wirklich fürchterlich, da wird das Original auch nicht
schlechter geklungen haben, da war es dann wenigstens noch
lippensynchron... Nichtsdestotrotz (ein herrliches Wort !) ein äußerst
unterhaltsamer Film, der jedem "Gore-Hound" sehr an's
Herz zu legen ist. ( BF : 9 / 10
Endlich mal wieder ein Splatter aus deutschen Landen. Gedreht hat ihn Olaf Ittenbach, der wegen seines Werks "The Burning Moon" schon ziemlichen Ärger mit dem guten alten Staat bekommen hat, der diese Homevideoproduktion schließlich als "gefährlichen Schund" aus dem Verkehr gezogen hat...
Zur Handlung : Wie wir alle wissen
(?), war Premutos ein Diener Gottes, der jedoch irgendwann den
falschen Weg eingeschlagen hat. Nun möchte er auf die Erde zurückkehren,
um dort Krankheit, Gewalt, Hass, Tod und Sünde zu säen. Dafür
braucht er einen Menschen, der nach jedem Tod, den er stirbt,
wieder aufersteht und irgendwann Premutos selber zurückholt...
Klingt etwas konfus ? Ist es auch, glaubt mir ! Dieser Mensch, um
den es geht, spielt natürlich eine Hauptrolle im Film. Ständig
kommen ziemlich unvermittelt Rückblenden in verschiedene
Zeitalter, wo man dann die zahlreichen Tode, die Mathias (so heißt
unser Held) schon gestorben ist, bewundern kann... Er wurde
wirklich schon mehrfach auf bestialischste Art und Weise
hingerichtet, kam dann aber einfach als anderer Mensch zurück...
Gegen Ende kommt dann Premutos wieder auf die Erde und läßt
eine Horde Zombies auf Mathias' alte Familie los, die sich dann
ihrer Haut erwehren müssen, was sie dank Papas Waffenarsenal
auch schaffen. Nach dem 837.Zombie wird die Geschichte dann aber
doch etwas zäh, man hätte doch auf ein paar Szenen verzichten können...
Naja, immerhin schafft es der Film dann auf gute 100 Minuten (komisch,
genau wie "Braindead") und bietet sogar ein Finale mit
einem Panzer. Es wird zwar nicht geklärt, wo dieser denn nun
herkommt, aber auf Logik hofft man bei Splatterfilmen ja eh
vergebens...
Das offensichtliche Vorbild für diesen Film waren die Splatterfilme von Peter Jackson, die teilweise recht fleißig kopiert werden. Leider schafft Ittenbach es durch die Unfähigkeit der Schauspieler (ihn in seiner Rolle als "Mathias" eingeschlossen...) nicht, diesen Standard des Humors zu erreichen. Zu oft wirkt das ganze wie eine Theateraufführung in einem Bauernkaff und das ganze wirkt eher unfreiwillig komisch...
So weit, so gut... Dieser relativ neue Film (1997/98) ist Ittenbachs erstes Werk auf "richtigem" 16mm-Film. Der Film wirkt recht teuer, die Splatterszenen sind wirklich stark gemacht. Kompliment ! Allerdings hätte Ittenbach vielleicht doch nicht nach dem alten Splatter-Motto "Wir stecken keine Mark in die Schauspieler, für das Geld kann man auch einen Kopf platzen lassen !" handeln sollen, denn diese Laiendarsteller sind, ebenso wie die Handlung an sich, unter aller Kanone ! Es scheint wirklich jede der 200.000DM (Gott allein weiß, wie er das finanziert hat) in die Gore-Effekte geflossen zu sein. Diese toppen streckenweise dafür sogar "Braindead" und Konsorten, sowohl von der Anzahl als auch vom Blutgehalt her ! Insgesamt ist es ein Film, zu dem zwangsläufig eine gute Lage Bier gehört, dann ist der Film allerdings wirklich klasse ! ( BF : 10 / 10 )
In diesem Film geht es um "Karl the Butcher jr.", der den Tod seines Vaters rächt (im Auftrag seiner Mutter, die auch eine inzestuöse Beziehung mit Karl jr. unterhält und für seine Fitness verantwortlich ist). Ein Reporter versucht dabei, diese Morde aufzuklären. Diese Versuche beschränken sich aber auf zwei zusammengestückelt wirkende Szenen am Anfang und am Ende des Films. Der Rest ist Splatter pur : Karl metzelt alle dahin, vom Camper über Jogger, einfach alle, die "seinem" Wald zu nahe kommen...
Hier haben wir endlich mal einen Film, zu dem der gewählte Titel absolut paßt. Es ist, grob gesagt, wirklich nur "gewalttätige Scheiße", aber kann denn Schwachsinn Sünde sein ??? Die klare Antwort lautet : NEIN !!! Andreas Schnaas inszenierte hier mit billigsten Mitteln wirklich einen schwer unterhaltsamen Splatter, der gelegentlich sogar wirklich witzige Szenen enthält (z.B. : Ein Camper möchte Feuer machen, nimmt sich eine "Bild"-Zeitung zum Anzünden : "Das ist sowieso das Einzige, wofür das gut ist !"). Filmisch gesehen ist der Film selbstverständlich reiner Abfall, aber es lohnt sich für jeden Splatterfan, sich diesen Streifen zu besorgen. Ach ja, bevor ich's vergesse : Die Lauflänge von 74 Minuten täuscht etwas, da knapp eine Viertelstunde für Vor- und Nachspann draufgehen (letzterer ist noch mit spaßigen Produktions-"Unfällen" gespickt). Fazit : Ein hervorragender Partyfilm ! ( BF : 10 / 10 )
Eine Art Krimi von Lucio Fulci ! In New York geht ein zweiter "Jack the Ripper" um und meuchelt unschuldige Frauen. Der Film ist wirklich gelungen ! Die Handlung ist nicht ganz so blödsinnig wie üblich (wenn man mal in Auge zudrückt), die Metzelszenen sind äußerst detailliert und zahlreich (u.a. wird eine Frau vom Unterbauch bis zur Brust aufgeschlitzt, eine andere genau andersrum, beim Erstechen spritzt Blut...) und sogar die Auflösung ist halbwegs schlüssig. Der Film ist somit insgesamt recht stimmungsvoll und spannend, allerdings ist die Synchronisation mal wieder fürchterlich : An einigen Stellen hinkt der deutsche Sprecher um Sekunden hinterher ! Trotzdem Pflichtprogramm für alle Metzelfans ! Es ist jedoch auf keinen Fall ein Fun-Splatter und die Handlung ist es sogar wert, verfolgt zu werden. Ich hab diesen Film in die Splatterecke gepackt, weil die Meuchelszenen wirklich absolut detailliert sind und weil der Film einfach in keinen anderen Bereich paßt... ( BF : 4 / 10 )
Lucio Fulci spielt Dr.Lucio Fulci. Das
ist eigentlich schon alles zur Story. :) Na gut, ein bißchen was
gibt es doch zu sagen : Ein bekannter Horrorregisseur (hier
mit einem Doktortitel) dreht nach zu vielen Filmen etwas ab und
beginnt, bestialisch zu morden, ohne sich später dran zu
erinnern. Später kommt dann dummerweise noch ein anderer Killer
dazu und die Verwirrung Fulcis ist perfekt...
Dieser Film bedient sich in den sehr zahlreichen Meuchelszenen
ausschließlich in anderen Filmen. Diese Szenen wurden dann mehr
oder weniger gut in die Szenerie eingebunden und zu einer Art
"Best-of" der italienischen Splatterfilme verwurstet.
Eigentlich keine üble Idee von Fulci, doch in der alten
deutschen Fassung wurde dieser Film dann mal wieder jeglicher
Existenzgrundlage beraubt. Man hat es tatsächlich fertiggebracht,
einen 87-Minuten-Film um volle 20 (!) Minuten zu kürzen. In
dieser Fassung hätte man den Film wirklich im Kinderprogramm
bringen können, denn Atmosphäre kommt bei dem Gemantsche sicher
nicht auf. Wenigstens hat ASTRO ein Herz gezeigt und dieses
Fragment eines Splatterfilms kürzlich ungeschnitten in
Deutschland veröffentlicht. Hier sieht man dann auch wirklich
viele, viele Meuchelszenen, die einige dazu brachten, diesen Film
den blutigsten aller Zeiten zu nennen. Spätestens seit "Braindead"
stimmt das zwar nicht mehr, aber hier hat man es ja auch nicht
mit einer Splatterkomödie, sondern mit einer Art "richtigem"
Film zu tun, auch wenn dieser Ausdruck vielleicht ein wenig hoch
gegriffen wäre. Aber auf jeden Fall ist es unterhaltsam, wie
Fulci rumschlachtet ! ( BF : 10 / 10 )
Zwei Freundinnen gehen in ein Berliner
Kino namens Metropol, um sich einen Film anzusehen (ach !). Sie
wissen leider vorher nicht, was dort gerade läuft und geraten
natürlich in einen deftigen Horrorfilm. Dummerweise macht sich
dieser Film etwas selbständig und zieht das Publikum in seine
grausigen Fänge : Im Kino drehen immer mehr Menschen ab und
mutieren zu menschenjagenden Dämonen. Einige wenige überleben
und versuchen zu fliehen. Auf der Straße angekommen, müssen sie
schließlich auch noch feststellen, daß die Lage da nicht viel
besser ist. So müssen sie bis zum Ende gegen die immer
zahlreicher werdenden Ungetüme kämpfen.
Dieser Film von Lamberto Bava (produziert von Dario Argento) gehört
auf jeden Fall zum besten, was ich so in diesem Bereich gesehen
habe (und das war nicht SO wenig). Die (relativ) originelle
Handlung wird mit exquisiter Metalmusik (z.B. Accept, Saxon) und
einigem Humor aufgelockert. Auch die Meuchelszenen sind ziemlich
originell (vor allem die Hubschrauberszene hatte was...) und an
einigen Stellen auch ordentlich blutig. Der Streifen stammt aus
dem Jahr 1985 und wurde tatsächlich in Berlin gedreht. Um Logik
braucht man sich natürlich weniger zu kümmern (warum kracht ein
Hubschrauber aus heiterem Himmel durch das Dach ???), aber das
wurde durch die äußerst stimmungsvolle Präsentation, die auch
mit einigen ungewöhnlichen Lichteffekten und Kamerapositionen
positiv überrascht, ganz locker wettgemacht. Wirklich ein
hervorragender Film, den man gesehen haben muß. Leider wurde die
deutsche Fassung um einige Szenen geschnitten... ( BF : 7 / 10
)
Ein in Hamburg gedrehter und von Dario
Argento produzierter Splatterstreifen. Aus irgendeinem Grund
erscheinen Dämonen und wollen die Menschheit dahinmetzeln. Dabei
wird ein ganzes Hamburger Hochhaus versplattet, und das in
wirklich blutrünstiger, geiler Manier.
Der Film ist gut gemacht, enthält wirklich gelungene
Morphsequenzen (z.B. ein Hund, dem etwas längere Zähne wachsen),
ordentlich abstoßende Dämonen und keine gute Handlung. Lamberto
Bava hat diesen Film wirklich recht professionell inszeniert und
man merkt dem Film das wahrscheinlich geringe Budget nicht an.
Die Effekte sind wirklich erstklassig ! Insgesamt ein wirklich
geiler Splatterstreifen, zu dem man sich getrost betrinken kann...
In Deutschland ist der Film übrigens seinerzeit unter dem Namen
"Dämonen 1" rausgekommen, aus dem Vorgänger "Demons"
wurde hier kurzerhand "Dämonen 2"... Die deutsche
Titelschmiede ist echt bemerkenswert...) ( BF : 8 / 10 )
Auch diesen Film gibt es meines Wissens
nach nicht offiziell in Deutschland. Hier handelt es sich um
einen Vampirsplatter allererster Kajüte. Es geht um einen jungen
Mann, der den Obervampir jagt. Das ganze ist wie eine Art "Filmtagebuch"
aufgezogen und zwischendurch gibt es häufig eine Art "Eintrag",
der mit furchterregender dunkler Stimme vorgetragen wird. Atmosphärisch
wirklich hervorragend gemacht ! Dazu wird beim fröhlichen (?)
Vampirkillen ordentlich rumgesaut. Geil, geil, geil !
Der einzige Nachteil (wenn es überhaupt einer ist) ist das
offensichtlich billigste Filmmaterial, das verwendet wurde. Der
ganze Film wirkt irgendwie wie aus den 70ern, obwohl er 1992/93
gedreht wurde. Es ist zwar löblich, daß der Streifen überhaupt
auf richtigen Film gebannt wurde, doch bekommt man hier wohl auch
besseres Material... Offenbar wurde hier gespart, um alles in
Filmblut und Effekte zu stecken. Davon gibt es nämlich wirklich
reichlich. Selten konnte ich so viel spritzendes, laufendes Blut
begutachten oder so viele "Schmelz"-und "Kopfplatz"-Szenen
sehen (wenn die Vampire an die Sonne kommen). Wirklich geil
gemacht; die Szenen, wo sich die Vampire auflösen, sind sogar
besser gelungen, als die Szenen in "From Dusk till Dawn",
obwohl dieser Film wahrscheinlich höchstens 10% von "FDTD"
gekostet hat... Den gelungenen Schnitt des Films verdankt man übrigens
John Carpenter, der hier unter dem Pseudonym "John T.Chance"
fungiert und dem aufstrebendem Jungfilmer Leif Jonker wohl etwas
unter die Arme greifen wollte. Ich hoffe, daß dieser noch mehr
soche Meisterwerke abliefert. Der Film ist wirklich supergeil !!!
( BF : 6 / 10 )
Ein Film, den ich auf Englisch mit deutschen Untertiteln bekam. Mittlerweile ist aber auch eine deutsche Fassung auf dem Markt (ich bin mal gespannt, ob sie die einziehen werden, Grund dazu hätte die BPjS ja...). Es geht hier um diverse Mayakulte und Totenfeste in Mexico. Dabei schwankt der Film zwischen Komödie wie "Bad Taste" und bierernstem Zeugs wie "Cannibal Holocaust". Den Löwenanteil übernimmt dabei der ernste Teil, obwohl die Metzelszenen sehr nach "Fun-Splatter" aussehen (z.B. wird ein Kopf von einem Auto überrollt, dabei wird er erst auf einer Seite größer und platzt dann matschig auf...). Die Übersetzung mit den Untertiteln ist auch größtenteils notwendig, da die vielen kultischen Dinge und seltsamen Namen doch ziemlich verwirren und einem, der nicht gerade Englisch studiert hat, doch arge Probleme bereiten können... ( BF : 6 / 10 )
Ein etwas
geistesgestörter Mann namens Frank Zito ist hier stetig auf der
Suche nach Frauen, die er tötet und ihre Skalps (oder heißt es
Skalpe ? Naja, egal, Kopfhäute+Haare) auf Schaufensterpuppen in
seinem Keller aufbewahrt. Hier verbringt er viele Stunden und
"unterhält" sich mit diesen Puppen. Irgendwann
begegnet er jedoch einer Fotografin, die er wider Erwarten nicht
tötet. Sie quetscht aus ihm einige wissenswerte Dinge (Frank
wurde als Kind immer von der strengen Mutter in die Toilette
gesperrt und hat daher einen Schuß weg), begeht dann allerdings
den Fehler, mit Frank zum Grab seiner Mutter zu gehen...
Hier haben wir es mal wieder nicht mit einem "Fun-Splatter" zu tun, sondern mit einem sehr ordentlichen Schocker, der vor allem durch die exzellenten Spezialeffekte Tom Savinis glänzt. Dieser hat hier alle Hände voll zu tun, denn er spielt auch selber in dem Film mit. Dabei wird sein eigener "Abtritt" absolut genial inszeniert : Aus dem (überall reichlich vorhandenen) Nebel springt eine Gestalt in Zeitlupe auf die Motorhaube seines Fahrzeugs, lädt eine Flinte durch und bläst dem guten Tom die Rübe durch die Windschutzscheibe weg. SPLAT !!! :) Ich liebe diese Szene... Aber auch sonst wird ziemlich heftig draufgehalten, was natürlich dazu fürhrte, daß "Maniac" lange Zeit hier verboten war. Momentan ist der Film ungeschnitten bei ASTRO erhältlich, und jeder, der sich für Filme dieser Art interessiert, sollte ihn sich schnellstmöglich besorgen. William Lustig (welch passender Name) hat hier wirklich einen Klassiker geschaffen, den niemand verpassen sollte ! Laßt Euch also nicht von Lustigs anderen Werken wie den unsäglich dummen "Uncle Sam - I want you Dead" täuschen, dieser Film ist wirklich knallhart ! ( BF : 5 / 10 )
Zwei alte Tanten laden zu einer fröhlichen
Feier auf ihr altes Landhaus ein. Dabei bekommen sie von einem
ungebetenen Gast eine alte Schachtel (wie passend), die ein Gas
enthält, das sie zu Dämonen mutieren läßt. Fortan jagen diese
Frauen alle Gäste und treiben sie auf grausame Weise in den Tod.
Ein sehr gelungener Film aus der TROMA-Schmiede. Hier wird mal
wieder schwarzer Humor mit einer Menge saftiger Gore-Szenen gewürzt,
was diesen Film auf meiner persönlichen Favoritenliste nicht
gerade unten ansiedelt. Die Metzelszenen sind recht heftig, die
Dialoge ordentlich (einiges wird sogar gegen die Kirche
abgeschossen und der Pfarrer wird von den Omis zum Selbstmod
getrieben...). Dennoch wurde meines Wissens nach bislang nicht
der Versuch unternommen, den Film in Deutschland zu veröffentlichen.
Das würde aber wahrscheinlich auch spätestens bei der BPS
scheitern, die doch recht heftige Schnitte anordnen müßte.
Sogar in GB war der Film angeblich recht heftig verstümmelt.
Ganz so kraß fand ich ihn eigentlich gar nicht, aber der Gore-Hound
an sich wird hier doch recht gut fündig, was Splatterszenen
angeht. Auf jeden Fall ein äußerst gelungener Splatterstreifen,
der sich selbst glücklicherweise nicht allzu ernst nimmt. (
BF : 8 / 10 )