|
Trashfilme
![]()
In dieser prächtigen Unterabteilung geht es um die intellektuellsten Ergüsse der genialsten Köpfe unseres Planeten. Diese filmgewordenen Meisterwerke der Logik sind in jeder Beziehung waschechter Abfall. Filme, die die Welt nicht braucht... Das dumme ist : Ich (und einige wenige andere) mag, ja liebe, diese Filme trotz (oder wegen ?) ihrer offensichtlichen Mängel. Man findet einfach nirgendwo anders solch herrlichen Blödsinn, solche Massen an unfreiwilliger Komik oder : Man hat einfach wieder einen Grund zum HANSA trinken...
Dieser Film ist wirklicher Trash in Reinstform. Es ist eine Art
"Mortal Kombat" als Film. Es geht um Ricky Oh (welch
kreativer Name, im Original hieß er lustigerweise Li Wang), der
in ein Gefängnis gesperrt wird und dort die Leute umhaut.
Eigentlich ist der ganze Film nur eine Aneinanderreihung von
Gewaltszenen (Ricky reißt anderen Leuten den Magen raus;
irgendjemand schneidet sich selbst den Bauch auf und versucht
dann, Ricky mit seinen Gedärmen zu erwürgen; einem wird das
Gesicht mit einem mächtigen Hobel bearbeitet; einer fällt mit
dem Gesicht auf ein Brett mit drei Nägeln...). Dazu kommen
unglaublich schlechte Schauspieler, eine wahrhaft dämliche Story,
ein unglaublich beschissenes Ende und vor allem die schlechteste
deutsche Synchronisation, die ich je hörte (ich vermute, es gibt
nur einen Synchronsprecher, der die Stimme verstellt...).
Weiterhin werden eigentlich alle Klischees bedient (böser Gefängnisdirektor
mit dummem Sohn; Cannabisanbau im Knast; Ricky ist so lieb, daß
er einem zungenlosen Mitknasti seine geliebte Flöte schenkt und
alten Männern hilft...). Die Blutorgien an sich sind allerdings
sehr spaßig gemacht. An einigen Stellen wird der Film sogar
dermaßen hirnrissig, daß man vor Lachen fast am Boden liegt (Ricky
durchschlägt zentimeterdicke Stahlstangen, auf ihn zufliegende
Grabsteine (!!!) oder auch mal die meterdicke Gefängniswand;
weiterhin kann Ricky mehrstimmige Melodien auf einem Blatt
pfeifen (auch beim Einatmen)).
Wenn ihr euch den Film mal angucken solltet, stellt auf jeden Fall sicher, daß genug Bier im Haus ist. Ich fand diesen bemerkenswerten Streifen übrigens in einer, laut Videothekbesitzer, längeren Fassung, als sie offiziell in Deutschland zu finden ist (+ 15 Minuten, insgesamt 95 !!!!). Falls ihr diese Fassung (gibt's z.B. in Wetter-Wengern) nicht findet, guckt euch den Film nicht an, ohne die Metzelszenen ist er bestimmt nur noch Ka**e. In anderen Videotheken sah ich noch eine 88-, eine 84- und eine 81-Minuten-Fassung (zumindest laut Packungsaufdruck) ... Mittlerweile ist der Film aber auch uncut bei SCREEN POWER rausgekommen... ( BF : 13 / 10 )
Einer der Filme, die so schlecht sind, daß sie schon wieder gut werden. Es geht um einen jungen Mann, der seine Freundin verliert. Sie gerät auf einer Party unter den Rasenmäher. Das kommt ja schon mal vor ... Jetzt möchte dieser junge Mann natürlich seine Freundin wiederhaben. Er friert also den noch erhaltenen Kopf in seiner Garage ein und bastelt sich seine Traumfrau zusammen. Dafür benötigt er natürlich Ersatzteile. Er engagiert also 10 Prostituierte, um sie nach Teilen abzuchecken. Nachdem er sie gefunden hat, beginnt er also, sie sich zu holen (hier fliegt mal ein Bein, da ein Arm...). Man sieht auch "kaum", daß man offenbar nur Schaufensterpuppen für die Tricks zur Verfügung hatte. Irgendwann hat er es dann geschafft : Seine Traumfrau ist wieder lebendig. Leider zieht sie nun sofort wieder auf den Strich (sie besteht ja zu 90 % aus den Huren). Dort verteilt sie an jeden Freier starke Stromstöße (daher der seltsame Untertitel).
Wie gesagt, "Frankenhooker" ist wirklich so schlecht, wie er sich anhört (wenigstens schienen die Macher das zu wissen...), und das macht ihn zu einem Film, der sich hervorragend zum Zuschütten eignet. Nüchtern kann man ihn eigentlich gar nicht bis zum Ende durchhalten... Dennoch hat mir der Film gefallen. ( BF : 10 / 10 )
Auch vor diesem Film muß in der deutschen Version gewarnt werden (siehe "Zombie"). Hier hat mich wieder die Packung getäuscht : "DER Kulthorror aus den USA. Endlich wieder auf Video". Ich machte mich also auf ein ordentliches Gemetzel gefaßt...
Es geht um eine seltsame "Familie" : Angeblich eineiige Mehrlinge sind jeweils mit besonderen Eigenschaften ausgestattet : Ein besonders kräftiger Mann, eine Frau mit besonders mächtigen Tüten sowie ein Mann mit riesigem Gehirn (!!!). Dieser hat (selbstverständlich) die Macht, seine Familienmitglieder in ihren Handlungen zu beeinflussen und lebt quasi durch sie, da er durch den mächtigen Wasserkopf an den Rollstuhl gefesselt ist (im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Kopf ist so groß, daß er ihn nicht alleine halten kann). Jedenfalls will dieser Mensch die Weltherrschaft und führt daher "Johanna von Orléans" in seinem Keller auf (mit den Sklaven, die er sich da hält). Natürlich geraten einige unschuldige Leute da hinein...
Gibt es noch Fragen ??? Wenn ja, bitte nicht an mich, dieser Film war wohl eine Nummer zu hoch für mich. Ich konnte in all dem Mumpitz, der da abläuft, keinen Zusammenhang erkennen... Der einzige Lichtblick an diesem Film ist, daß die Frau eine ziemliche Ähnlichkeit zu Anna Nicole Smith aufweist. Der Rest des Films ist so übel, daß einem auch der Spaß am Bier vergeht... Ich hörte allerdings, daß in der Originalversion eine Menge Gemetzel vorhanden ist und man die Story sogar nachvollziehen kann (auch wenn ich mir das nur schwer vorstellen kann). Also : Meinen allerherzlichsten Glückwunsch an die BPjS. Ihr habt's mal wieder geschafft, Jungs ! ( BF : 2 / 10 )
Ein sehr
gelungener Trashstreifen mit Robert Englund (Freddy Krueger) :
Ein Außerirdischer fällt einer nichtsahnenden Frau in die Suppe
und ersetzt dann ihre Zunge. Fortan läuft die Frau dann in
hautengen Klamotten rum und versucht, ihre mehrere Meter lange
Zunge, die sie dazu bringt, Leute zu töten und zu essen,
loszuwerden. Außerdem haben sich ihre drei Pudel in Schwuchteln
verwandelt und gehen der Frau im Haushalt zur Hand... Irgendwann
findet sie dann raus, daß die Zunge nicht so schlecht ist, wie
sie dachte, und führt regelmäßige Gespräche mit ihr. Außerdem
geht sie eine sexuelle Beziehung mit ihr ein...
Langer Rede kurzer Sinn : Guckt Euch den Film an, sonst glaubt
ihr's einfach nicht !!! ( BF : 10 / 10 )
Diesen Film hatte ich erst nach "Basket Case 2" gesehen und hoffte, einen ähnlich durchgeknallten Film zu sehen zu bekommen. De facto ist dieser Film aber wirklicher "lowest budget"-Trash und ziemlich dilletantisch aufgezogen. Von billigsten Stop-Motion-Effekten (z.B. eine Schublade, die in 3 (!) Bildern durch das Zimmer fliegt) über die seltsam anmutende Hauptfigur, die hier noch seltsamer aussieht als im Nachfolger gibt es in diesem Film wirklich eine Menge unfreiwilliger Komik. Dieser Typ im Korb hat jedenfalls die unschöne Angewohnheit, aus Langeweile Leute zu töten und sein Zwilling wird dadurch auch etwas sauer... Insgesamt ein komischer Film, guckt euch lieber den Nachfolger an, da gibt's mehr zu lachen... ( BF : 8 / 10 )
Ein sehr seltsamer Film. Es geht um eine ältere Frau, die sich als Hobby irgendwelche Freaks aller Art im Keller hält (einer hat 27 Nasen, anderen sehen aus wie Gremlins, Yoda oder mißratene StarTrek-Figuren...). Ein Mann wohnt hier bei seinem siamesischen Zwilling (er war ihm am Bauch angewachsen, hat keine Beine und ihm kommen die Arme aus dem Kopf...), der es liebt, in einem Weidenkorb zu hausen (daher wohl der Titel)... Allein die eigenartigen Freaks machen den Film für Freunde des gepflegten Schwachsinns sehenswert... Irgendwie hab ich diesen Mumpitz gemocht ( BF : 9 / 10 )
Hier handelt es sich um einen schwedischen Kurzfilm (etwa 25 Minuten), der mir in der unsynchronisierten schwedischen Fassung vorliegt... Die Handlung ist allerdings auch nicht weiter wichtig, da es sich doch auf Metzelszenen beschränkt. Wie zu erwarten war, steht Michael Myers aus nichtigen Gründen in einem schwedischen Krankenhaus wieder auf und bringt seine Freunde Jason Voorhees und Leatherface zum Schlachtfest mit. Irgendwann taucht auch noch eine Art Zombie auf...
Ich nehme mal an, dieser Film wurde von einigen Stuntschülern gedreht, denn diese Stunts sind streckenweise wirklich ansehnlich. Die Splatterszenen sind allesamt "handgemacht", wirken also nicht gerade ultrarealistisch, sind aber wirklich sehr witziganzusehen. (Highlight : Eine Frau wird mit ihrer eigenen abgesägten Hand verdroschen). Wirklich ein sehr unterhaltsamer Film, der beweist, daß man auch aus einer solch trivialen Story noch ein lustiges Filmchen drehen kann. Vielleicht sollte man den Regisseuren (insgesamt sind es vier !) mal größere Projekte anvertrauen (abgesehen von Evil Ed ist mir nichts von ihnen bekannt), denn Talent haben sie allemal ! ( BF : 8 / 10 )
Edward Svensson ist ein eigentlich recht
harmloser Filmcutter, der irgendwann den Auftrag einer größeren
Firma bekommt, eine neue Horrorserie für den europäischen Markt
zurechtzustutzen. Im Laufe dieser Aktion dreht der gute Mann ein
wenig ab und wird zum blutrünstigen Killer "Evil Ed".
Dies ist meines Wissens nach der erste "richtige" Film
der schwedischen Crew um Anders Jacobsson, die schon den lustigen
Kurzfilm "The Resurrection of Michael Myers Part II"
drehte. In der neuen (ungeschnittenen) deutschen Fassung bekommt
der Genrefan auch einiges zu sehen. Eds "Verwandlung"
zum Killer vollzieht sich z.B. mit den abgedrehtesten Phantasien
wie etwa einem seltsamen Monster im Gefrierfach etc. Dazu kommt
einiges an recht gelungenem Humor (Highlight : Eine längere
Mordszene in einem Parkhaus wird von Ed BPS-like zu knapp 5
Sekunden verstümmelt, es folgt ein zufriedenes Lächeln des
Cutters) und wirklich gut gelungene Lichteffekte und ähnliches.
Auch die Schauspieler sind zur Abwechslung mal recht überzeugend
(einige Charaktere wie der Squad-Chef wirken zwar etwas überzogen,
aber das war wohl durchaus im Sinne des Regisseurs). Insgesamt
ist dies wirklich ein sehr schöner Trash-Streifen, der uncut
wirklich sehr gut anzusehen ist (mit einem kleinen HANSA gleich
noch mal so gut). Noch ein kleiner Satz zur alten Fassung : Da
hat Ed wohl selber zugeschlagen. So eine Selbstverarsche der BPS
ist doch wirklich lächerlich. Es wurde mal wieder so ziemlich
alles aus diesem eigentlich gar nicht SO brutalem Film
herausgeholt. Besonders witzig ist dabei, daß die bereits
angesprochene Parkhausmordszene bereits im ersten Durchgang
brutal geschnitten war... ( BF : 9 / 10 )
Irgendwo in einer der miesesten Ecken
Brooklyns : Ein Ladenbesitzer findet auf dem Speicher eine Kiste
mit Flaschen der Sorte "Viper". Ohne zu ahnen, was das
denn sein könnte, vertickt er die Flaschen für 1$ das Stück an
diverse Penner, die ihn öfter aufsuchen. Der lustige Effekt des
Gesöffs ist, daß der, der es trinkt, umgehend dahinschmilzt...
Der Titel ist mal wieder Programm. "Street Trash" ist
tatsächlich objektiv betrachtet reiner filmischer Abfall,
dummerweise aber von der unterhaltsamsten Sorte. So blöd die
Story auch klingen mag, so spaßig ist sie in Szene gesetzt
worden. Jim Muro hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Der
Film sieht größtenteils wirklich nach einer A-Produktion aus,
hat aber nicht mal eine Million Dollar gekostet. Die Schmelz- und
sonstigen Bluteffekte sind gut gemacht und zahlreich, die Mimen
sind auch recht ordentlich und sogar die Synchronisation ist
halbwegs professionell. Außerdem strotzt der Film nur so vor
witzigen Einfällen (z.B. schmilzt das erste Opfer in eine
Toilette, danach hängt nur noch eine Hand an der Abziehkette und
ein Schuh mit halbgeschmolzenem Fuß steht davor...) und bietet
wirklich durchgängig witzige Unterhaltung. Auch der Showdown ist
sehr gelungen : Mit einer Gasbuddel wird ein Typ halb
weggeblasen. Fazit : Für Gore-Hounds mit Hang zum Trash der
absolute Kultfilm. ( BF : 10 / 10 )
Zu diesem Film braucht man eigentlich
nur zwei Worte zu verlieren : Christoph Schlingensief... Die
Story ist, daß sich direkt nach der Wiedervereinigung einige
lust'ge Gesellen gen Westen aufmachen, um ihr Glück zu finden.
Dabei wird selbstverständlich auch mit der Kettensäge der eine
oder andere dahingemeuchelt, denn "wenn alles erlaubt ist,
ist es egal, ob es gut ist oder schlecht"...
Was aber definitiv schlecht ist, sind die Effekte dieses
Machwerks. In absolut billigster Manier wird hier mit diversen
roten Saucen und ähnlichem herumgegossen, daß es schon wieder
irgendwie peinlich ist. Leider habe ich den Film nicht so ganz
vertanden, denn außer dem oben erwähnten Satz habe ich nichts
an Aussage finden können. Die Schauspieler sind unter aller
Kanone, die Bilder verwackelt, aber dennoch gibt es positives zu
berichten : Schlingensief (unser Fast-Bundeskanzler mit der
genialen Talkshow "Talk 2000") gibt einem endlich mal
wieder einen Grund, sich binnen 60 Minuten zu betrinken. Anders
ist der Film wohl auch nicht auszuhalten. Naja, irgendwie hat er
mir gefallen... ;-) Übrigens hat Udo Kier wie in fast jedem Film
von Schlingensief auch hier einen Auftritt, der aber leider nur
ziemlich kurz ausgefallen ist... ( BF : 10 / 10 )
Es geht um Melvin, einen absoluten Loser,
dem nichts gelingt und der von allen gehänselt wird. Durch einen
Unfall (er fällt in ein zufällig offenstehendes Giftfaß) wird
aus ihm jedoch Toxie, eine Art Superheld. In dieser Gestalt macht
er sich auf den Weg, die bösen Buben zu verdreschen und für
Recht und Ordnung in Tromaville zu sorgen. Dabei kann es natürlich
nicht unblutig zugehen. Dennoch wird Toxie für viele zum Helden
der Stadt...
Troma at it's best... Dieser Film, der hierzulande dereinst
heftig geschnitten als "Atomic Hero" verbreitet wurde,
machte Troma auch in Deutschland bekannt. "Toxic Avenger"
ist mittlerweile sogar full uncut erhältlich und auf jeden Fall
ein Muß für Freunde des gepflegten Blödsinns. Vermischt mit
Slapstick und witzigen Einfällen versteht es der Film durchaus,
den geneigten Seher gut 90 Minuten lang bestens zu unterhalten.
Auch als Partyfilm ist der Streifen hervorragend geeignet, denn
die Schauspieler sind relativ erträglich und auch für "Otto-Normal-Gucker"
noch verdaulich. Wirklich ein gelungener Film, den man sich
schnell besorgen sollte, solange man ihn noch bekommt. Kleiner
Tip : Schaut Euch auf der deutschen Leihcassette unbedingt auch
den Trailer vorweg an. Es ist ein Potpurri aus den blutigsten und
skurrilsten Szenen der Troma-Produktionen wie "Muttertag"
oder "Rabid Grannies", unterlegt mit Musik von Motörhead.
( BF : 8 / 10 )